Zürichsee - Gesamtgröße von 88,17 km²

6. Zürichsee

Zürichsee

Der Zürichsee mit einer Fläche von rund neunzig Quadratkilometern liegt im Schweizer Mittelland südöstlich von Zürich und umfasst die Kantone Zürich, St. Gallen und Schwyz. Der See schlängelt sich mit einer Länge von vierzig Kilometer durch das Zungenbecken des pleistozänen Linthgletschers, liegt 406 Meter über den Meeresspiegel und erreicht an der tiefsten Stelle hundertdreiundvierzig Meter.

Zu- und Abflüsse des Zürichsees

Als Zufluss dient der Quellfluss Linth, der größte Zufluss des Zürichsees. Die Linth entspringt im Tödi-Massiv. Der Abfluss erfolgt über die Limmat, die in die Aare und in weiterer Folge in die Nordsee mündet. Als zweiter Seeabfluss fungiert der Schanzengraben, der in die Sihl eingeleitet wird. Das Wasser des Zürichsees hat Trinkwasserqualität. Die bewohnte Insel Ufenau ist im Besitz des Klosters Einsiedeln und die größte Insel im Zürichsee, die kleiner, unbewohnte Insel Lützelau steht unter Naturschutz.

Klima und Nutzung des Zürichsees

Beide Seeufer sind bebaut, wobei das rechte Seeufer eine stärkere Bevölkerungsdichte aufweist. Das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum am Zürichsee ist die Stadt Zürich mit rund 1,2 Millionen Einwohnern. Sehenswerte Städte an beiden Ufern des Sees sind Rapperswil-Jona, Wädenswil, Horgen, Meilen, Pfäffikon und Thalwil. Durch die Halbinsel Hurden weist der Zürichsee bei Rapperswil eine Verengung auf. Der Zürichsee liegt in der gemäßigten Klimazone. Begünstigt durch Sonne und den warmen Föhn im Herbst sind an den Uferrändern Wein- und Obstbau möglich. Die dritte Einnahmenquelle ist der Fremdenverkehr.

Berühmt ist der Zürichsee für seine Schiff-Fahrten, die ein besonderes Erlebnis für alle Sinne bieten. 2014 wird das Dampfschiff Stadt Rapperswil hundert Jahre alt. Dieses Jubiläum wird im kommenden Jahr gebührend mit einem abwechslungsreichen Programm gefeiert. Der Zürichsee ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Der See bietet nicht nur im Sommer Erholung, gerade im Herbst laden die intakten Uferstraßen zu ausgiebigen Wanderungen entlang der historischen Städte und Dörfer ein.

Zürich bietet neben zahlreichen Geschäften und Restaurants ein breitgefächertes Angebot an Aktivitäten. Vom Uetliberg hat man eine fantastische Aussicht über den See bis hin zu den Alpen. Ausgedehnte Wälder, wie zum Beispiel der nahe Zürich gelegene Sihlwald, sorgen für Ruhe und Erholung. Die zweitgrößte Stadt des Kantons, Winterthur, ist geradezu prädestiniert, um zu Fuß erkundet zu werden. Die großzügige Fußgängerzone verbindet Märkte, Geschäfte, Restaurants und Museen. Eine wichtige Verbindung für den Personen- und Autoverkehr sind die fünf Autofähren von Hogen und Meilen.

Besonderheiten des Zürichsees

Eine Besonderheit ist der Seedamm von Rapperswil. Der ein Kilometer lange, künstliche Damm an der engsten Stelle des Zürichsees hat zwei Brücken, darüber führen eine zweispurige Autostraße und ein Eisenbahngleis. Die Zürichsee-Gotthardbahn war eine Eisenbahnstrecke in der Schweiz. 1878 wurde die Eisenbahnstrecke über dem Staudamm eröffnet und führt von Rapperswil nach Pfäffikon. Im sehr strengen Winter 1963 war der Zürichsee komplett zugefroren, die Schiff-Fahrt musste eingestellt werden, die Eisläufer eroberten den See.