Hallwilersee - Gesamtgröße von 10,3 km²

15. Hallwilersee

Hallwilersee

Der Hallwilersee liegt im Schweizer Mittelland, im Seetal. Teilweise zählt der Hallwilersee zum Kanton Aargau, teilweise jedoch auch zum Kanton Luzern. Die Fläche des Hallwilersees beträgt 10,3 Quadratkilometer. Der See ist 8,4 Kilometer lang und 1,5 Kilometer breit. Seite tiefste Stelle mißt 47 m. Die durchschnittliche Tiefe des Hallwilersees beträgt jedoch 28 m. Das Wasservolumen des Hallwilersees beträgt 0,285 Kubikkilometer. Flächenmäßig steht der Hallwilersee an sechzehnter Stelle der Schweizer Seen. Der Hauptzufluß und Hauptabfluß des Sees ist der Aabach. Der Aabach gehört zum Einzugsgebiet der Aare und fließt von Norden nach Süden durch das Seetal hindurch. Daneben gibt es jedoch auch noch zahlreiche kleine Bäche, die ebenfalls in den Hallwilersee münden.

Erst seit 1859 zugänglich

Es wird angenommen, dass der Hallwilersee während der Würm-Eiszeit infolge der Aufschüttung einer Endmoräne entstanden ist. Charakteristisch für den Hallwilersee ist auch die Tatsache, dass er die Eigenschaft hat, bei sehr strengen Frösten zuzufrieren. Der Hallwilersee liegt auf einer Höhe von 449 m über dem Meeresspiegel. An seinen Ufern liegen die Städte Beinwil am See, Meisterschwanden und Seengen. Die bedeutendste Stadt am Seeufer ist damit Seengen mit mehr als 3600 Einwohnern. Erst seit 1859 ist der Hallwilersee öffentlich zugänglich. Bis dahin besaßen ihn die Herren von Hallwyl. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde mit dem Schiffsverkehr für Touristen und Gäste auf dem Hallwilersee begonnen. Die Wasserqualität des Hallwilersees ist bereits seit Jahren schlecht. Da über viele Jahrzehnte auf den an den See unmittelbar angrenzenden Feldern eine intensive Landwirtschaft betrieben wurde, erfolgte über einen langen Zeitraum hinweg ein überaus starker Phosphoreintrag in den Hallwilersee. Dies führte zu einem intensiven Algenbewuchs und zu einem Absinken der abgestorbenen Algen auf den Grund des Sees. Infolge dieser Veränderungen setzte ein Fischsterben im Hallwilersee ein. Durch tote Fische, abgestorbene Algen und treibende Algenteppiche setzte ein zusätzlicher Sauerstoffverbrauch ein, der schließlich dazu führte, dass 1985 dazu übergegangen werden musste, den See künstlich zu belüften, um ein vollständiges Kollabieren seines Ökosystemes zu verhindern.

Belüftung

Während des Winterhalbjahres wird seit 1985 als Zirkulationshilfe Druckluft zum Grund des Sees geblasen. Auch während des Sommerhalbjahres wird dem Hallwilersee jedoch reiner Sauerstoff zugeführt, um den Tiefenverbrauch des Sauerstoffes kontinuierlich zu ersetzen. Durch die Maßnahmen der künstlichen Belüftung konnte der Phosphatgehalt des Seewassers bisher gesenkt werden. Ergänzende Maßnahmen bestanden in der deutlichen Reduzierung des Düngemitteleinsatzes durch die Landwirte. Der Fischbestand des Hallwilersees wird, vor allem von der aargauischen Seite aus, besonders durch Hobbyangler bewirtschaftet. Der Hallwilersee gilt als beliebtes und bekanntes Wassersportgebiet. So wird auf dem See beispielsweise das Seekayakfahren betrieben. Ferner gibt es diverse Angebote für Rafting, Canyoning und Kanufahren, die sich einer intensiven und kontinuierlichen Nachfrage erfreuen. Ebenso wird der Hallwilersee zum Segeln, zum Surfen und auch zum Rudern intensiv genutzt.